Lebenselixier Wasser
GRAF zum Tag des Wassers 2026 - Wasser ist das zentrale Element dieses Planeten: Es ist die Ressource, die unsere Welt zu der macht, die sie ist. Der Tag des Wassers macht deutlich, dass der Umgang mit Wasser lebenswichtig ist.
In vielen Teilen der Welt ist Wasser allgegenwärtig: Unzählige Bäche und Flüsse machen ganze Täler fruchtbar. Niederschläge verteilen sich über das gesamte Jahr. Aber nur in vielen Teilen, nicht in allen. Es gibt Jahre, da fällt zum Beispiel in der Atacama-Wüste in Südamerika oder in Teilen der Sahara überhaupt kein Regen1). Das macht Wasser gerade in solchen Regionen extrem kostbar und seine Verteilung oft nicht einfach. Auch diesen Gedanken greifen die Vereinten Nationen mit dem Tag des Wassers auf. Denn Wasser ist nicht nur das Lebenselixier schlechthin, sondern kennt unendliche Anwendungen und ist jeden Tag für uns im Einsatz: Wir waschen unsere Hände damit, unsere Autos in der Waschanlage, unsere Wäsche in der Waschmaschine. Wir kühlen unser Gesicht mit Wasser, riesige Rechenzentren, Motoren und die Drinks bei der nächsten Gartenparty. Wir erhitzen Wasser für Dampfbäder, im Dampfbügeleisen und um Dampfmaschinen anzutreiben. Wir gießen unseren Garten damit und die Topfpflanzen im Wohnzimmer.
Die Einsatzmöglichkeiten von Wasser mögen unendlich sein, doch Wasser ist eine endliche Ressource: Sie lässt sich nicht produzieren, anbauen oder vermehren, und auch ab einem gewissen Verschmutzungsgrad nur noch mit einem hohem Energieaufwand reinigen2). Zudem sind mehr als 95 Prozent des weltweiten Wasservorrats Salzwasser und damit für unsere Bedürfnisse nicht brauchbar. Das heißt im Umkehrschluss, dass wir mit dem Süßwasser, das vorhanden ist, sorgsam umgehen sollten. Auch jetzt schon: Denn bei Wasser ist wie bei vielen anderen Dingen: Ihre Bedeutung erkennt man erst, wenn sie fehlen oder knapp sind. Und dann ist es zu spät.
Ein perfekter Kreislauf
Man muss auch gar nicht nach Südamerika oder Afrika schauen, um sich Gedanken zu machen: Auch Deutschland ist betroffen. Von Ostwestfalen über Niedersachsen bis nach Mecklenburg hinein fiel 2025 deutlich weniger Regen als normal3). Dazu kommt, dass der Regen, wenn er dann aufkam, häufiger als Starkregen fiel. Dann können die Böden das Nass gar nicht komplett aufnehmen, es fließt oberirdisch ab. Schade für den Wasserkreislauf. Denn der ist eigentlich perfekt: Wenn es regnet, landet ein kleiner Teil in Gewässern, die ins Meer fließen, der größte Anteil versickert. Davon profitieren unsere Pflanzen, die vom Wasser und den gelösten Nährstoffen im Boden leben. Beim Versickern durch verschiedene Gesteinsschichten entsteht Grundwasser, außerdem wird das Wasser auf dem Weg in die Tiefe gereinigt und mit Mineralien angereichert. Dieser Kreislauf funktioniert weder bei Starkregen noch da, wo Flächen versiegelt sind. Jedes Hausdach, jede asphaltierte Straße, jede Lagerhalle verhindert, dass der darunterliegende Boden Wasser aufnehmen kann. Stattdessen wird der Regen über Kanäle meist dem Abwasser zugeführt.
Kleine Schritte für den Wasserhaushalt
Der Schutz der Ressource Wasser ist lebenswichtig, und es gibt viele Möglichkeiten, dies zu tun. Mülltrennung ist eine: So gehören abgelaufene Arzneimittel, Feuchttücher, Wattepads genauso wenig in die Toilette wie Essensreste. Zum einen ist es für Kläranlagen extrem herausfordernd, medizinische Wirkstoffe herauszufiltern, zum anderen sorgt Abfall dafür, dass Rohre verstopfen oder Pumpsysteme lahmgelegt werden4). Eine andere sinnvolle Sache ist es, Wasser zu sparen. Ein Beispiel von vielen lautet Duschen statt Baden. Denn für ein Vollbad werden meist mehr als 150 Liter Warmwasser verbraucht, fürs Duschen reicht in der Regel die Hälfte5). Auch beim Händewaschen oder Zähneputzen muss das Wasser nicht durchgehend laufen. Hier lässt sich der Wasserverbrauch zu Hause oft um die Hälfte verringern.
Regenwasser ist der natürliche Freund von Fauna und Flora rund ums Haus
Richtig gut ist es auch, Regenwasser zu sammeln. Ob einfach direkt von der Dachrinne in eine Regentonne oder vielleicht sogar in eine große, unterirdische Zisterne. Damit lässt sich Regenwasser für viele Anwendungen nutzbar machen – sei es für das Gießen von den Pflanzen im Gemüsegarten, den Blumen auf dem Balkon und der Terrasse oder als Speicher für den Gartenteich bei großer Trockenheit. Regenwasser ist nicht nur der natürliche Freund von Fauna und Flora rund ums Haus, sondern bleibt bei der Nutzung auch dem regionalen Wasserhaushalt erhalten. Auch das tut der Natur gut. Nicht nur am Tag des Wassers!
Weitere Themen rund um den Tag des Wassers
1) Quelle: DWD: Rückblick auf den globalen Niederschlag in 2024 (2025)
2) Quelle: Boell: Wasserverschmutzung so ein Dreck (2025)
3) Quelle: MDR: Halbe Dürre: Hat es 2025 in Deutschland genug geregnet? (2025)
4) Quelle: Umweltbundesamt: Was darf nicht in die Toilette? (2021)
5) Quelle: VIS Bayern: 4 Tipps zum Energiesparen: Duschen und Baden (2022)