Sedimentationsanlagen

Was sind Sedimentationsanlagen?

Sedimentationsanlagen sind unverzichtbare Systeme in der modernen Wasser- und Abwassertechnik. Sie dienen der zuverlässigen Trennung von Feststoffen und Schwebstoffen aus dem Regenabfluss durch natürliche Schwerkraft, bevor er in die Kanalisation, Oberflächengewässer oder Versickerungsanlagen gelangt. Dabei werden Partikel, die schwerer als Wasser sind, in einem Sedimentationsbecken oder Absetzbehälter abgeschieden und gesammelt. Das Ergebnis ist eine deutliche Reduzierung der Feststoffbelastung und eine verbesserte Wasserqualität für nachfolgende Behandlungsprozesse.

Ob in kommunalen Kläranlagen, industriellen Prozessen oder bei der Regenwasserbehandlung – Sedimentationsanlagen leisten einen wichtigen Beitrag zur effizienten und nachhaltigen Wasseraufbereitung.

Funktionsweise einer Sedimentationsanlage

Sedimentationsanlagen funktionieren durch den Dichteunterschied der Schadstoffe im Vergleich zum Wasser. Sedimente, die schwerer sind als Wasser, werden durch den beruhigten Zulauftopf direkt in den unteren Bereich der Anlage geleitet (1). Sie sinken dort auf den Tankboden, während Leichtstoffe bis zur Wasseroberfläche aufsteigen. Durch die Ablaufschikane (2) fließen die Leichtstoffe nicht mit dem Wasser aus der Anlage hinaus.

Je nach Anwendungsbereich kommen unterschiedliche Bauformen und Ausführungen von Sedimentationsanlagen zum Einsatz, die individuell auf die jeweiligen Anforderungen abgestimmt werden.

Bemessung

Die Bemessung von Sedimentationsanlagen in der Regenwasserbehandlung erfolgt gemäß den Arbeitsblättern DWA-A 102-2, DWA-M 179-1, DWA-A 166 und übergangsweise dem Merkblatt DWA-M 153. Dieses wird zukünftig abgelöst durch das Arbeitsblatt DWA-A 138-1. Die Anlagen zielen auf den Rückhalt von abfiltrierbaren Stoffen (AFS), speziell auf den Parameter AFS63 (Feststoffe < 63 μm).

Sedimentationsanlagen werden entweder über die Oberflächenbeschickung bemessen oder mittels eines geeigneten Labor-Prüfverfahrens bewertet.

Weitere Informationen finden Sie unter Richtlinien der DWA.

Einsatzbereiche von Sedimentationsanlagen

Sedimentationsanlagen werden in zahlreichen Bereichen eingesetzt:

  • Kommunale Kläranlagen
  • Industrielle Abwasserbehandlung
  • Regenwasserbewirtschaftung  
  • Trinkwasseraufbereitung  
  • Kies-, Sand- und Baustoffindustrie
  • Lebensmittel- und Prozessindustrie
  • Oberflächenwasser- und Prozesswasseraufbereitung 

Durch die zuverlässige Abscheidung von Feststoffen tragen sie zur Einhaltung gesetzlicher Umweltauflagen und zur Optimierung nachgeschalteter Behandlungsverfahren bei.

Sedimentationsanlagen können bei kleinen Flächen wie einzelnen Grundstücken bis zu großen Flächen wie kompletten Gewerbegebieten eingesetzt werden. Das GRAF Sortiment umfasst eine Vielzahl von Anlagen, angefangen beim SediProtect GPT für wenige Quadratmeter bis hin zum EcoCross für Anschlussflächen bis über 50 Hektar. 


Sedimentationsanlagen nach DWA-M 153

Die Otto Graf GmbH bietet fünf Lösungen für unterschiedliche Anforderungen und Flächengrößen:


Sedimentationsanlagen zur Einleitung in ein Oberflächengewässer nach DWA-A 102-2

Über die klassische Sedimentation hinaus bietet GRAF weitere Systeme zur Regenwasserbehandlung – etwa für höhere Reinigungsanforderungen oder besondere Einleitungssituationen.



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GRAF stellt Bemessungsbögen für die Behandlung von Regenwasser nach den unterschiedlichen Richtlinien bereit.
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