Modulares System puffert Spitzen

Produkte GRAF EcoBloc Inspect Module
Anwendung Retention
Volumen 66.230 Liter
Besonderheiten Retention des begrünten Daches

106 GRAF EcoBloc Module halten Regenwasser zurück

Der Elektrogroßhänder Sonepar betreibt in Offenburg eine von 200 Niederlassungen in Deutschland. Gegenwärtig entsteht ein neues Bürogebäude mit Lagerhalle. Bauherr ist ein privater Investor in der Englerstraße. Da die geologische Formation des Bodens, Schluff, keine Versickerung des Niederschlagswassers der Dachflächen, Fahrstraße und Stellplätze zulässt, ist ein gedrosselter Ablauf von maximal 15 l/s*ha in das öffentliche Entwässerungsnetz mit einer vorgeschalteten Retentionsanlage gefordert. Das beauftragte Planungsbüro cp.plan und das der ausführende Generalübernehmer Rendler Bau GmbH hat sich für das modulare System GRAF EcoBloc Inspect entschieden. Die installierte Anlage hat ein Nettospeichervolumen von 66.230 l Niederschlagswasser.

Für das Entwässerungsgesuch des neuen Standortes in Offenburg in der Englerstraße wurde von cp.plan, Oberkirch, die Regenspende entsprechend der Werte aus der KOSTRA-DWD 2020 4.1 ermittelt. In Tabelle A.1 der DIN 1986-100 ist eine Übersicht der Regenspenden enthalten. Die Jährlichkeit des Berechnungsregens für die Entwässerung von Dachflächen muss mindestens einmal in 100 Jahren (T = 100) betragen. Die maßgebende Regendauer wird mit D = 5 Minuten berücksichtigt. Eine Berechnungsregenspende ist für alle Dachflächen maßgebend, unabhängig von der Dachneigung und Konstruktion. 

Die Jährlichkeit des Berechnungsregens für Grundstücksflächen (ausgenommen Dachflächen) muss für Niederschlagsflächen mindestens einmal in 2 Jahren (T = 2) betragen. 

Das Retentionsvolumens der Regenrückhalteanlage nach DWA-A 117 wurde auf ein 5-jährliches Niederschlagsereignis bemessen. Dazu wurde der Abflussbeiwert der angeschlossenen 1.154,1mextensiv begrünten  Dachfläche des Bürogebäudes und der Lagerhalle mit 0,5 angesetzt. Die drei Vordächer des Bürogebäudes und der Halle mit 23,1 m2 Fläche werden mit einem Abflussbeiwert von 1,0 bemessen.

Die Fahrstraßen machen 2.648 m2 mit einem Abflussbeiwert von 1,0 aus. Die 475 m2 Fläche der Stellplätze, ausgeführt mit Verbundsteinen und Sickerfugen, und die 89 m2 Fußwege werden mit dem Faktor 0,4 bemessen. Die 606 m2 Grünflächen werden mit dem Faktor 0,2 in die Bemessung eingeführt.

Die maßgebende Regenspende ist mit 240 l/s*ha und die eines 100-jährigen Starkregenereignisses von 863,3 l/s*ha angenommen worden. Daraus wurde ein zurückzuhaltendes Volumen von Niederschlagswasser von 64 mberechnet. Das angestaute Regenwasser aus der Retentionsanlagen wird mit maximal 7,5 l/s in den Mischwasserkanal geleitet. 

Für die Retentionsanlage ist aus 106 GRAF EcoBloc Modulen 420 l ein Rückhaltevolumen von 66,23 m3 (netto) innerhalb von zwei  Tagen erstellt worden. Hierzu wurde durch  den Generalübernehmer Rendler Bau GmbH, Offenburg, in 2,25 m Tiefe eine Einbausohle in der Größe 10,80 x 10,00 m ausgehoben. Die Erdüberdeckung beträgt 110 cm. 

Für das Bauvorhaben wurden die Module vor Ort zu einem 1,5-lagigen Blockverbund montiert. Der Blockverbund wurde anschließend mit Geotextil eingeschlagen. Diese Schicht wurde in einem zweiten Arbeitsschritt mit einer wasserundurchlässigen 2-mm-HDPE-Kunststoffdichtungsbahn verschweißt. Der dreilagige Aufbau verhindert den unkontrollierten Wasseraustritt aus den Modulen. Die innere Geotextilschicht schützt dabei die HDPE-Kunststoffdichtungsbahn vor möglichen Beschädigungen durch Kanten der Rigole. Das äußere Geotextil dient als Schutzschicht für das System.

Nach der Montage des Blockverbundes wurden die Rohrpositionen für den Zulauf und Ablauf zum externen Drosselschacht mit Rückstausicherung (jeweils DN 200) sowie die Entlüftung positioniert.