Substratfilteranlagen
Bei der Einleitung von Niederschlagswasser in das Grundwasser nach DWA-A 138-1 reichen Sedimentationsanlagen nach DWA-M 153 in vielen Fällen nicht aus. Je nach Belastung und den geltenden länderrechtlichen Vorgaben sind weitergehende Reinigungsleistungen erforderlich, insbesondere zur Reduzierung von feinen partikulären Stoffen (AFS), gelösten Schadstoffen und teilweise auch Nährstoffen. Für diese erhöhten Anforderungen werden Substratfiltersysteme eingesetzt, die eine deutlich höhere Reinigungsleistung ermöglichen.
Substratfilteranlagen eliminieren Grobstoffe, feine Partikel (AFS63) und gelöste Schwermetalle. Je nach der Wahl des Filtersubstrates können sie auch Nährstoffe wie Stickstoff und Phosphorverbindungen als auch Kohlenwasserstoffe zurückhalten.
Mehrstufiger Reinigungsprozess am Beispiel EcoPure 200
Durch einen tangentialen Einlauf gelangt das Regenwasser in den EcoPure200. Hierdurch entsteht eine Rotationsbewegung, die auch feine Partikel in der Tankmitte absinken lässt (1). Über ein Steigrohr (2) fließt das Wasser in die Substratfilterschicht (3). Das Steigrohr hält Leichtstoffe im äußeren Bereich der Anlage zurück. Gelöste Schwermetalle werden durch die Substratschicht gebunden und das gereinigte Wasser fließt durch den tiefergelegten Auslauf aus der Anlage hinaus. Der Höhenversatz zwischen Zu- und Ablauf sorgt dafür, dass das Substrat trockenfällt, was die Wirksamkeit erhöht.
Die Substratsäcke lassen sich einfach auswechseln. Der Sedimentationsraum ist für einen Absaugstutzen zugänglich. Durch eine regelmäßige Wartung bleibt so die reinigende Funktion langfristig erhalten. Die Anlage EcoPure200 erfüllt die Anforderungen des DIBt (Deutsches Institut für Bautechnik).
Abhängig von der Flächenart bzw. -verschmutzung fordert die DWA-A 138-1 unterschiedliche Reinigungseffizienzen, so dass auf die Reinigungziele abgestimmte Substratfiltersysteme eingesetzt werden. Es empfiehlt sich, Flächen mit unterschiedlichen Reinigungsanforderungen mit separaten Systemen zu behandeln.
Einsatzbereiche von Substratfilteranlagen
Substratfilteranlagen werden in zahlreichen Bereichen eingesetzt:
- Kommunale Kläranlagen
- Industrielle Abwasserbehandlung
- Regenwasserbewirtschaftung
- Trinkwasseraufbereitung
- Kies-, Sand- und Baustoffindustrie
- Lebensmittel- und Prozessindustrie
- Oberflächenwasser- und Prozesswasseraufbereitung
Durch die zuverlässige Abscheidung von Feststoffen tragen sie zur Einhaltung gesetzlicher Umweltauflagen und zur Optimierung nachgeschalteter Behandlungsverfahren bei.
Substratfilteranlagen können von einzelnen Grundstücken bis zu großen Gewerbeflächen eingesetzt werden. Die nachstehende Übersicht zeigt die anschließbaren Flächen der einzelnen Systeme, die von etwa 150 m² bis zu mehreren Tausend Quadratmetern reichen. Durch parallel angeordnete Mehrlingssysteme können noch weitaus größere Flächen entwässert werden.
Substratfilteranlagen zur Einleitung ins Grundwasser nach DWA-A 138-1
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